Direkt nach der Belastung sollten Sportler ihre verbrauchten Glykogenspeicher rasch auffüllen, damit sie schnell wieder fit sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass in den ersten 4-6 Stunden nach der sportlichen Leistung die Glucose besonders schnell in die Zellen aufgenommen wird. Denn der Körper bildet dann vermehrt Glucosetransporter (so genannte Glut-4-Transporter). Darüber hinaus steigt die Glykogensynthese, weil gleichzeitig die Aktivität der Glykogen bildenden Hormone zunimmt.
Sportmediziner empfehlen daher, in den ersten 6 Stunden nach intensiver Belastung ca. 1 Gramm Glucose pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde aufzunehmen. Unmittelbar nach der Belastung sollte zudem auf einen hohen glykämischen Index der Kohlenhydrate geachtet werden. Das heißt, es sollten Lebensmittel bzw. Getränke bevorzugt werden, die den Blutzuckerspiegel rasch erhöhen, z. B. Müsliriegel oder Bananen. Die Bauchspeicheldrüse schüttet daraufhin vermehrt Insulin aus, das die Glucoseaufnahme in die Muskelzellen verbessert. Neuere Studien haben ergeben, dass die Kombination von Proteinen (auch einzelnen Aminosäuren) und Kohlenhydraten die Neubildung des Glykogens in der Nachbelastungsphase deutlich steigern kann. Experten nehmen an, dass diese Kombination die Insulinausschüttung ebenfalls erhöht. Abgesehen von den ersten Stunden nach einer Belastung gibt es jedoch weder aus energetischer noch aus präventivmedizinischer Sicht nachvollziehbare Gründe, warum Sportler Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index verzehren sollten.
Glykogen wird auch "tierische Speicherstärke” genannt. Sie bilden die Kohlenhydrat-Speicher des menschlichen Körpers und stellen die am schnellsten mobilisierbare Energiereserve dar. In der Muskulatur befinden sich die Hauptspeicher (ca. 400g). Sie können bei entsprechendem Training nahezu verdoppelt werden. Ein weiterer Speicher ist die Leber. Die Glykogenreserven des Körpers reichen, je nach Höhe und Verbrauch, etwa für einen Tag.