Hydrolysiertes Protein, also flüssige Aminosäuren, zu supplementieren lohnt sich nur direkt nach dem Training. Dann ist die Proteinaufnahme im Muskel am höchsten und es wird schnell resorbierbares Protein benötigt, was man sehr gut über Aminos oder auch Whey-Protein (Molke-Protein) bekommen kann.
Proteine sind primär für den Aufbau und Wiederaufbau von Körpergewebe gedacht. Proteine sind am wichtigsten für den Körper, denn der Körper besteht aus Proteinen. Proteine sind Makro-Moleküle, die aus vielen 1000en Aminosäuren bestehen. Aminosäuren werden im Körper teils selbst hergestellt, in der DNS sind sie codiert, werden dort abgelesen und aufgebaut. Die essentiellen (die er selbst nicht herstellen kann) Aminosäuren können nur durch die Ernährung aufgenommen werden.
Ohne Enzyme wäre kein Leben möglich, alle Vorgänge im Körper werden durch Enzyme geregelt. Enzyme sind Proteine! Ohne ausreichend Protein leidet der Körper unter Magelerscheinungen und Leistungsnachlass.
Werden nicht genug KHs oder Fette aufgenommen, werden die Proteine zweckentfremdet und auch als Energieträger verbrannt. Das führt zu Verlust der Muskelmasse, passiert oft in Diäten und macht sich als "Jojo-Effekt" bemerkbar.
Werden zu viele Proteine aufgenommen, als für den Aufbau notwendig, werden diese umgewandelt und im Körperfett-Depot gespeichert.
Ist die Aufnahme von Proteinen größer als ihr Verbrauch spricht man von einer positiven Stickstoffbilanz, ein anaboler Zustand (Aufbau). Ist die Proteinaufnahme kleiner als der Verbrauch der Körper braucht spricht man von der "negativen Stickstoffbilanz", ein kataboler Zustand (Abbau). Der Körper baut dann seine Muskulatur ab, man spricht dann von Proteinkatabolismus.
Wheyprotein ist schnellresorbierbares Protein, dass so in der Natur nicht vorkommt. Erst durch Filtrierungstechniken kann diese Art an Protein hergestellt werden.
Durch seine schnelle Aufnahmefähigkeit ist es als Pre- und Post-Trainingsnahrung ideal.
Der tägliche Bedarf an Proteinen liegt bei 0,8g - 2g pro Kilo Körpergewicht.
am Beispiel eines 90kg schweren Athleten:
Zum Halten seiner Muskelmasse benötigt er mindestens 72g Protein am Tag. Für den Aufbau etwas mehr, er kann ohne Sorge bis auf 180g steigern. Mehr ist für Sportler zwar nicht direkt schädlich, aber nur zu empfehlen, wenn der Kalorienverbrauch hoch ist und das Training an hohen Maßstäben ansetzt.
Wer genug trinkt (d.h. über 4-5 Liter am Tag) kann auch auf 3g/Kg steigern, was aber nicht zu lange beibehalten werden sollte.
Zu hohe Protein Dosen können kontraproduktiv sein, da sie eine leistungsmindernde Hyperammoniämie induzieren und die endogene Glutaminsynthese reduzieren kann. Mittlerweile gibt es Studien die es bestätigen, dass 1.5 bis 2 Gramm/kg genügen, selbst bei intensivstem Training. Nur bei gesteigerter Positivierung der Stickstoffbilanz durch Verwendung von Anabolika kann der Eiweißbedarf etwas höher liegen.
Ist zu viel Eiweiß schädlich? Eiweiß ist der Nahrungsbestanteil, der über gute Laune, ein starkes Immunsystem, jede Menge Power und Jugend entscheidet. Ein hoher Eiweißspiegel ist ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg!
An zu viel Wasser sterbt Ihr. An zu viel Salz sterb Ihr. Millionen Menschen sterben jedes Jahr an zu viel Zucker: Diabetiker. Aber in Deutschland ist noch kein Mensch an zuviel Eiweiß gestorben.
Es kommt auf die Quelle an.
Eiweiß steckt nicht nur im Braten, sondern auch in Samen und Nüssen, Sojabohnen und Linsen, Pilzen, Fisch, Geflügel und auch im Gemüse und nicht zu vergessen Eiweißpulver. Allein bei den Reparatur- und Umbauvorgängen im Körper - durch ein aktives Immunsystem - gehen Ihnen täglich 50 bis 100 Gramm Eiweiß verloren. Die meisten Deutschen haben einen zu niedrigen Eiweißspiegel.
Körper und Geist laufen auf halber Kraft. Die Knochen sind instabil, die Muskeln schwach, das Immunsystem eine Katastrophe, die Psyche labil, der Geist träge. Eiweiß ist die Vorraussetzung für Kreativität und Höchstleistung. Mit viel Eiweiß im Blut ist der Mensch wacher, alle Organe können maximal funktionieren, wir können uns besser konzentrieren, fühlen uns glücklicher. Denn auch die Glückshormone bestehen aus Eiweiß.
Polypeptid oder eine Gruppe von Polypeptiden, d.h. aneinandergereihten Aminosäuren, die eine bestimmte Struktur einnehmen. Diese Strukturbildung wird durch molekulare Chaperone unterstützt (assisted-self-assembly). Proteine sind Bestandteile aller lebenden Zellen neben weiteren Makromolekülen wie den Nucleinsäuren und den Lipiden. Jedes einzelne Protein besitzt eine spezifische biologische Funktion. Im groben bestehen zwei Hauttypen von Proteinen, die Strukturproteine, die für den Aufbau und die Stabilität der Zellstruktur verantwortlich sind, sowie die Enzyme, die als Katalysatoren chemischer Reaktionen in den Zellen dienen.
Die spezifische Aminosäurenreihenfolge eines Proteins ist in der DNA durch Triplett-Reihenfolge der Nucleotide in der DNA festgelegt. Jedes Triplett codiert eine Aminosäure. Allerdings codiert dadurch nicht automatisch auch jede Aminosäure ein Triplett. Welches der 64 Tripletts (Codons), welche der 20 Aminosäuren codiert ist einer Code-Sonde zu entnehmen.
Nach Trankription des proteinspezifischen DNA-Abschnittes in Form von mRNA, verlässt die mRNA bei eukaryotischen Organismen den Zellkern und gelangt ins Cytoplasma, wo sich Ribosomen anlagern, die die Translation, d.h. die Übertragung des Triplettcodes in die Aminosäurereihenfolge übernehmen.