Athletenberichte Steckbrief von Olaf Michaelis Top-Athlet Olaf Michael verrät in seinem aktuellen Steckbrief, wie er zum Bodybuilding gekommen ist und was seine Ziele sind. Quelle:
Nun ist es soweit, der Internationale Deutsche Meister der Bodyclassic 2010, Olaf Michaelis, der sich vor einem Jahr im Alter von 39 Jahren überlegen den Titel in der Bodyclassic sichern konnte, ist nun in Vorbereitung auf die Bodyclassic Weltmeisterschaft 2011 am 18.11 in Tallin Estland und anschließend hat er auch noch die Bodyclassic Master WM Ende November in Spanien angegepeilt, denn zu diesem Zeitpunkt ist er auch schon stolze 40 Jahre alt.
So wie wir Olaf kennen, wird er mit einer brutalen Form antreten, sein Vorteil ist, dass er noch 2 kg mehr Gewicht als national mit auf die Bühne bringen kann, dies ist für ihn einfach nur gut, denn über genug Muskelmasse verfügt er allemal.
Der Norden kann echt stolz sein, einen Athleten von diesem Format zu haben. Wer Olaf schon vorher bewundern möchte, hat die Möglichkeit, ihn zu sehen, denn er wird einer der vielen Gaststars sein, die dieses Jahr in Kiel bei der internationalen Norddeutschen Meisterschaft zu sehen sein werden.
Also wieder einmal: In Kiel rockt die Bühne.
Alles Liebe
Euer Landesverbände
Hamburg u. Schleswig Holstein
Steckbrief von Olaf Michaelis:
Name, Vorname: Michaelis, Olaf
Wohnort: Münster
Geburtsdatum: 30.08.1971
Alter: 39
Sternzeichen: Jungfrau
Körpergröße: 190
Familienstand: ledig
Beruf: Bauingenieur
Hobbys: Fitness, Motorrad
Mein Fitnessstudio: zuhause im Keller
Wettkampfgewicht: 96 kg (für Body-Classik)
Mein Wettkampfvorbereiter (Name, Vorname): ich selbst
Off-Season-Gewicht: 104
Lieblings-Menü: Nudeln+Tomatensauce+Thunfisch
Ich bin aktiv seit: 23.09.1986
Ich mache Wettkämpfe seit: 1990
Mein nächstes sportliches Ziel: kommt Zeit, kommt Ziel
Meine sportlichen Vorbilder sind: Arnold
Lebensmotto: wenn andere es können, kann ich es auch
Maße und Gewichte: ich messe nie und wiege nur in der Vorbereitung
Kraftleistungen: da ich seit 2004 an Osteochondrosis Dissecans leide, interessieren mich hohe Gewichte nicht mehr. 2000 hatte ich noch den Deutschen Rekord im Kreuzheben mit 300 kg in der Klasse bis 110 kg
Lieblingsrezept in der Vorbereitungszeit: Pute mit Maggi
Meine bisherigen Erfolge (auch andere Sportarten):
1990 IFBB Schleswig-Holstein Meisterschaft, Junioren III, 3. Platz
1991 IFBB Schleswig-Holstein Meisterschaft, Junioren III, 2. Platz
1991 IFBB Int. Duisburger Meisterschaft, Junioren III, 2. Platz
1992 IFBB Schleswig-Holstein Meisterschaft, Junioren III, 2. Platz
2000 WPC Int. Deutsche Meisterschaft Kraftdreikampf, 1. Platz -110kg
2000 Norddeutsche Meisterschaft, Gesamtsieger (NAC)
2000 Int. Deutsche Meisterschaft, Männer I, 2. Platz (NAC)
2000 WABBA Weltmeisterschaft, Männer I, 4. Platz
2001 NABBA Int. Westdeutsche Meisterschaft, Gesamtsieger
2001 NABBA Int. Deutsche Meisterschaft, Gesamtsieger
2001 Norddeutsche Meisterschaft, Männer I, 2. Platz (NAC)
2001 Int. Deutsche Meisterschaft, Männer I, 4. Platz (NAC)
2003 Int. Nordseecup, Männer I, 3. Platz (NAC)
2003 NABBA Int. Norddeutsche Meisterschaft, Gesamtsieger
2003 NABBA Int. Deutsche Meisterschaft, Gesamtsieger
2003 WFF Fitness Universe, Extreme-Body, 1. Platz
2010 IFBB Berliner Meisterschaft, Body-Classik, 2. Platz
2010 IFBB Schleswig-Holstein Meisterschaft, Body-Classik, 1. Platz
2010 IFBB Int. Deutsche Meisterschaft, Body-Classik, 1. Platz
???? IFBB, Masters
Meine Wettkampfernährung:
Pute, Hähnchen, Fisch, Eier, Whey Protein
Reiswaffeln, Reis
Walnüsse
Meine OFF-SEASON-ERNÄHRUNG/TAG
fettarm, eiweißreich, wenig Zucker
Mein Wochentrainingsplan:
Sehr variabel, Schwerpunkt auf Grundübungen, die in meinem Keller möglich sind
5 x pro Woche, ca. 1 Stunde
Beschreibe Deinen Lebenslauf in Kurzform:
geboren 1971 in Kiel, eine Tochter
nach meinem Studium (Bauingenieur) ging ich nach NRW Leite dort eine Straßenmeisterei
Gelegentlich jobbe ich als Fitnesstrainer (BSA) aus Überzeugung und Leidenschaft
Wie bist Du zum Bodybuilding / Fitness gekommen?
Sportrevue April 1986, ich war 14 Jahre alt und wollte auch so aussehen wie die Jungs in der Zeitung. Ich kaufte mir eine Alles-in-eins Bank für den Keller und fing an zu trainieren.
Als die Gewichte nicht mehr ausreichten, trat ich am 16.11.1987 einem Studio bei. Das Body-Fit in Schönkirchen (gibt’s leider nicht mehr)
Wie Denkst Du über den Sport, was bedeutet bzw. gibt er Dir?
Ich liebte und lebte diesen Sport vom 1. Tag an. Es ist mehr als Sport. Es ist eine komplette Lebenseinstellung, die sich über die Jahre manifestiert hat.
Bereits auf meinem ersten Trainingsbuch (ich habe bis heute alle aufbewahrt) vermerkte ich neben einem kleinen Foto von Arnold: „Denk dran, es dauert Jahre und Konsequenz ist alles“. Mit bedingungs- und kompromissloser Disziplin und Beharrlichkeit habe ich Training und Ernährung bis heute konsequent beibehalten.
Mittlerweile trainiere ich in meinem Keller und halte mich im Rahmen meiner Möglichkeiten fit. Da 2004 Osteochondrosis Dissecans (Knochenschwund im linken Knie) bei mir diagnostiziert wurde, hat sich mein Training grundlegend verändert. Neben weiterhin guter Ernährung steht moderate Trainingsintensität seit dem mehr im Vordergrund als Höchstleistungen.
Erzähle über Dein Training und Deiner Einstellung?
Ich trainiere 4-5 mal pro Woche ca. 1 Stunde. Das Gefühl ist dabei viel wichtiger als die Gewichte.
Wie lange hast Du Dich vorbereitet und wie?
Meine Vorbereitungszeit war nie länger als 8 Wochen. Ich habe auch schon mal in 5 Wochen Wettkampfform erreichen können. Die Disziplin des ganzen Jahres kommt mir hierbei zugute. Eine klassische „Off-Season“ kenne ich nicht, meine Gewichtsschwankungen sind vergleichsweise gering.
Wenn Dir selbst noch etwas einfällt was Dir wichtig ist, einfach hier einfügen, je mehr Informationen wir haben um so interessanter wird das Portrait von Dir!
Ich nehme zwar seit 1990 an Meisterschaften teil, aber aus den unterschiedlichsten Motiven heraus. Z.B. bin ich einmal kurzfristig für einen Athleten „eingesprungen“, der sich 5 Wochen vor einem Wettkampf überlegt hatte, doch nicht teilzunehmen.
Grundsätzlich wollte ich mir immer nur selbst beweisen, dass ich es binnen kürzester Zeit schaffe (max. 8 Wochen), Wettkampfform zu erreichen. Meist tat ich das, wenn ich mit meinem Spiegelbild unzufrieden war oder neue Trainingsmotivation brauchte.
Als ich 2000 Deutscher Meister (WPC) im Kraftdreikampf wurde, war die Vorbereitung nur als neue Trainingsmotivation gedacht. Neues Ziel, neue Herausforderung, neuer Spaß am Training!
Meine letzte Meisterschaft sollte in Kiel vor „eigenem“ Publikum stattfinden. Mein Entschluss danach aufzuhören, nachdem mich noch einmal Freunde und Bekannte sehen konnten, stand schon vorher fest. Selbstverständlich wollte ich mich mit einem Sieg verabschieden, und es war mir danach eine Ehre noch einmal für Schleswig-Holstein bei einer Deutschen Meisterschaft des DBFV/IFBB an den Start gehen zu dürfen.
Eine neue sportliche Herausforderung interessiert mich derzeit nicht mehr, es sei denn, meine Form gefällt mir irgendwann nicht mehr und ich will mir mal wieder etwas beweisen!